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Welcome Magazin 2016

NEUE KONTAKTE S o stellt sich ein Innenmi- nister eine Arbeitsmigran- tin vor: solide ausgebildet, wissbegierig, tatkräftig, ziel- strebig. Eleni Palamouti hat 13 Jah- re Berufserfahrung als OP-Schwes- ter. Sie organisiert sich von Athen aus eine Arbeitsstelle an der Be- rufsgenossenschaftlichen Klinik in Tübingen. Sie lernt sehr schnell Deutsch, hat Interesse an der Spra- che und regionalen Eigenheiten und ihre deutschen Kollegen lachen mit ihr, wenn das harte deutsche Wort Zwie-bel-rost-bra-ten bei ihr im leicht verwaschenen griechischen Singsang erfrischend neu-s’wäbis’ klingt. OHNE SPRACHE KEIN JOB Der gemeinnützige Verein InFö e.V. in Tübingen kümmert sich im dreiunddreißigsten Jahr um Arbeit suchende Migranten. Der Verein, unterstützt von Ehrenamtlichen, hilft bei der Wohnungs- und Arbeit- suche und begleitet bei Behörden- gängen. Bis vor zwei Jahren fragten vor allem junge Leute aus Spanien und Griechenland um Hilfe nach, zurzeit sind es hauptsächlich Ru- mänen, Polen – und Italiener. InFö berät speziell italienischstämmige Jugendliche in Fragen der Ausbil- dung. Geschäftsführerin Margarete Lanig-Herold sagt allen dasselbe: „Lernen Sie Deutsch. Ohne Sprache kein guter Job.“ VOR ZWEI JAHREN GEKOMMEN Maria Ntis, 34, konnte Griechisch, Englisch, Arabisch, ein wenig Tür- kisch. Sie hat in Athen Kinderkran- kenpflege gelernt und kam vor zwei Jahren als Alleinerziehende mit ihren zwei Kindern im Alter von sieben und neun Jahren nach Reut- lingen. Sie jobbte bei McDonald’s und lernte Deutsch. „Das war sehr wichtig.“ Zurzeit macht sie bei ei- nem Wachdienst eine Ausbildung zur Fachkraft Schutz und Sicherheit. KINDER SPRECHEN DEUTSCH Eva Otero, 43, ist von Beruf Biolo- gie-Laborantin. Sie lebt mit ihrer Fa- milie seit vier Jahren in Reutlingen. Das Interview führt sie lieber auf Englisch. „In meiner Heimatstadt kannte ich jemanden, der lange in Tübingen gearbeitet hat. Also habe ich es in Tübingen versucht.“ Un- terstützung hat sie vom Spanischen Verein erhalten und von Landsleu- ten, die schon in den 60er-Jahren nach Deutschland gekommen sind. Drei Frauen, zwei Länder, drei unterschiedliche Geschichten. Bei ihren Neuanfän- gen in Tübingen und Reutlingen sind sich aber alle drei einig: Wer Deutsch lernt, hat es einfacher und kommt schneller voran. ERFRISCHEND S’WÄBIS’ Anzeige

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