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Welcome Magazin 2016

Welcome! 105 NEUE KONTAKTE It’s vital to speak at least a little German, if not for the job then at least to make new friends! Three women from Greece and Spain who have since mastered their new beginnings in Reutlingen and Tübingen tell us about their experiences. Let’s start with Maria Ntis, a 34-year-old from Greece. She studied pediatric nursing in Athens and came to Reutlingen two years ago as a single parent of two children, then ages 7 and 9. She found a job at McDonald‘s and began learning German. “That was very important,” she said. Maria is currently completing vocational training at a security company to become an Expert for Protection and Safety. Magarete Lanig-Herold from the non-profit association InFö e.V. in Tübingen, which offers support to migrants seeking work, stressed how important it is to learn German. The association helps newcomers to the region with the housing and job search. „Ich habe schnell Arbeit gefunden“. Den Deutschkurs habe sie nur ein- mal besucht, sie musste Geld verdie- nen. Sie spreche schlecht Deutsch, sagt sie selbst. „Dafür können meine Kinder, sie sind jetzt sechs und fünf- zehn, sehr gut Deutsch. Das macht mich stolz. Und mein Mann hat ei- nen Minijob. Er geht putzen.“ ARBEIT GIBT ES GENUG Arbeit gibt es genug, sagt InFö- Geschäftsführerin Margarete La- nig-Herold. Ein Spanier, der in seiner Heimatstadt Krankenhaus- betten reparierte, bekam an einer Tübinger Klinik auf Anhieb einen unbefristeten Vertrag. Schwer ha- ben es Juristen und Archäologen, die in ihren Berufen Arbeit suchen. Und nicht leicht sei es, offene Stellen bei Handwerksbetrieben zu finden. Die Betriebe meldeten die Stellen nicht und schrieben sie nicht aus. „Man muss die Betriebe abklap- pern.“ Oder man organisiert eine Kontaktbörse und bringt Bewerber und Personalchefs zusammen. Ein solches Job-Speed-Matching sei An- fang des Jahres sehr gut angekom- men. Margarete Lanig-Herold: „Es gibt hohen Bedarf an IT-Fachkräf- ten. Das Interesse auf beiden Seiten war groß, es kam zu vielen Bewer- bungsgesprächen.“ HARTE ZEITEN Auch die OP-Schwester Eleni Pala- mouti war Mutter von zwei Kindern und 37 Jahre alt, als sie 2012 mit ihrem Mann Griechenland verließ. Sie kamen zunächst bei Verwandten in Kusterdingen, im Kreis Tübingen, unter. Und obschon Eleni von Anfang an Arbeit hatte, hat auch sie harte Zeiten hinter sich: Unterkunft zu viert in einem einzigen Zimmer; ihr Mann bekam eine Stelle als Kraftfah- rer, doch er konnte sich mit seinem Chef nicht verständigen – der sprach ausschließlich Schwäbisch. KICKEN UND SCHACHSPIELEN Heute, vier Jahre später, sagt Eleni, sei alles super. „Die Leute waren immer freundlich zu uns. Vielleicht mal vorsichtig, aber nicht ableh- nend.“ Ihre beiden Jungs sprechen perfekt Hochdeutsch, der älteste besucht das Gymnasium und spielt Schach, der Kleine kickt beim TSV 1894 Kusterdingen. Eleni absolviert zurzeit eine berufliche Fortbildung und besucht einen weiterführen- den Sprachkurs. „Allen Griechen, die hier ankommen, sage ich: Forget English! Ihr müsst Deutsch spre- chen!“ Und ganz zum Schluss sagt sie einen Satz, den nicht nur die Innen- und Sozialminister dieser Republik gerne hören dürften: „Wir haben hier für unsere Kinder eine bessere Zukunft – wir sind in unse- rem Traumland.“ / Foto: lightpoet - Fotolia.com

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