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Welcome Magazin 2016

Welcome! 117 GUT BERATEN ANFÄNGLICHE STOLPERSTEINE GIBT ES VIELE. AUCH IM JOB? Auf jeden Fall. Jedes Land hat Ei- genheiten und spezifische Anfor- derungen. Das fängt schon bei der Bewerbung an: Seitenlange Lebens- läufe werden hier vom Personaler nicht wahrgenommen. Ich habe vie- le Jahre Mitarbeiter rekrutiert und rate daher Jobsuchern: Bringen Sie auf zwei Seiten die wichtigsten Sta- tionen und unterfüttern Sie diese mit zwei, drei Unterpunkten, die zeigen, welche Aufgaben Sie dort konkret hatten. Und halten Sie das Layout übersichtlich! UND IM ARBEITSALLTAG? Auch hier lauern Fettnäpfchen, die manchmal sogar eskalie- ren können und zum Weggang oder Kündigung eines Mitar- beiters führen. Konflikte lie- ßen sich vermeiden, wenn offen über Erwartungen oder Fehlverhalten gespro- chen wird. Hier mangelt es aber oft an der gegen- seitigen Sensibilität der anderen Kultur gegenüber. Daher bietet das Welcome Center für Arbeitnehmer und Unternehmen Trainings an oder vermittelt an weitere Partner und Anbieter. BEI IHREN BERATUNGEN STEHT HÄUFIG DIE JOBSUCHE IM VOR- DERGRUND. WIE HELFEN SIE KONKRET? Indem ich beispielsweise auf Eng- lisch oder Spanisch erkläre: Wie fin- de ich einen Job, was läuft anders als in der Heimat, bei welchen Firmen habe ich aufgrund meiner Sprach- kenntnisse oder Qualifikation gute Chancen und welche Institutionen unterstützen mich auf dem weite- ren Weg. Ich gebe Hilfe zur Selbst- hilfe. Werfe einen Blick auf die Be- werbungsunterlagen, verweise auf die Arbeitsagentur als wichtige An- laufstelle und mache auf Stellenpor- tale und die IHK-Firmendatenbank aufmerksam. IST DIE JOBSUCHE IMMER ER- FOLGREICH? Unterschiedlich. Ich erlebe Jobsu- chende, die ganz am Anfang stehen, und solche, die schon 100 Bewer- bungen geschrieben haben und ge- frustet sind. Ein großer Teil meiner Arbeit besteht – neben der Infover- mittlung – natürlich auch darin, zu motivieren. Das gelingt fast immer, und die meisten gehen mit einem Lächeln aus dem Welcome Center. WORAN HAPERT DIE JOBSUCHE BEI MANCHEN? Im Fokus stehen oft die Sprach- kenntnisse. Unternehmen erwarten sehr gute Deutschkenntnisse, die nicht jeder von Anfang an aufweisen kann. Bei einigen Firmen hat dank der Welcome-Center-Beratung aber schon ein Umdenken stattgefunden: Sie akzeptieren Englisch als Arbeits- sprache und bekommen dank uns in manchen Bereichen jetzt mehr Be- werbungen.  YVONNE BROCKHAUS, Leiterin des Welcome Centers Neckar-Alb, berät aus- ländische Fachkräfte bei ihren ersten Schritten in der Region. Immer dabei: Ein Lächeln auf den Lippen. Foto: nach- gestellte Szene/IHK Reutlingen Foto: omgimages/iStockphoto.com

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