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Welcome Magazin 2016

Welcome! 16 HIER ANKOMMEN „DA KANN NICHTS SCHIEFGEHEN“ Mit der neuen Adresse im Ausweis hat man es schwarz auf weiß: Jetzt ist man offiziell Neubürger in der Gemeinde. Was es bei der Anmeldung zu beachten gibt, erläutert Gunther Knöll, Abteilungsleiter des Reutlinger Bürgeramtes. HERR KNÖLL, HAUPT- HERR KNÖLL, HAUPT- HERR KNÖLL, HAUPT ODER - ODER - NEBENWOHNSITZ. HAT MAN DIE WAHL? Grundsätzlich hat man bei der Frage keine persönliche Wahlmög- lichkeit, denn die Entscheidung zwischen Haupt- und Nebenwohn- sitz regelt das Bundesmeldegesetz. Ausschlaggebend sind die tatsäch- lichen Aufenthaltszeiten in den jeweiligen Wohnungen. WIE MISST MAN DIESE? Bei der Berechnung der auf die einzelnen Wohnungen entfallen- den Zeiten ist rein quantitativ zu verfahren. Wenn eine Person beispielsweise während der Woche in Reutlingen arbeitet, geht man davon aus, dass sie hauptsächlich in Reutlingen wohnt. Damit wird die Reutlinger Wohnung zum Haupt- wohnsitz. Etwas anderes ist es, wenn die Familie eines verheirate- ten oder eine Lebenspartnerschaft führenden Einwohners in einer anderen Stadt wohnt. Dann ist die vorwiegend benutzte Wohnung der Familie der Hauptwohnsitz. MANCHE STÄDTE VERLANGEN FÜR DEN NEBENWOHNSITZ MITTLERWEILE STEUERN. IST DAS ÜBLICH? Ja, durchaus. Vielerorts, insbeson- dere in Uni-Städten, wird die Zweit- wohnsteuer erhoben. In Reutlingen seit 2010, sie beträgt zehn Prozent der jährlichen Nettokaltmiete. NUN ZU DEN FORMALIA: KOSTET DIE ANMEL- DUNG ETWAS? Die Anmeldung ist gebüh- renfrei, ebenso wie die amt- liche Meldebestätigung, die im Rahmen der Anmel- dung ausgestellt wird, so- wie die Adressänderung im Personalausweis und Reisepass. BEI FAMILIEN WER- DEN JA ALLE MITGLIE- DER ANGEMELDET. MÜSSEN AUF JEDEN FALL BEIDE ELTERN- TEILE KOMMEN? Es reicht, wenn ein Elternteil kommt. Bei unverheirateten Paaren muss der nicht anwesende Partner eine Vollmacht mitgeben. Alle wei- teren Familienmitglieder werden im gemeinsamen Meldeschein einfach mit eingetragen. WAS WIRD AM HÄUFIGSTEN VERGESSEN? Die Wohnungsgeberbescheinigung, diese ist erst seit Inkrafttreten des Bundesmeldegesetzes, im Novem- ber 2015, verpflichtend. WIE BEKOMMT MAN DIE? Bei größeren Städten, wie Reutlin- gen, gibt’s das Formular als Down- load auf der Homepage. Man kann die Bescheinigung aber auch form- los abgeben. Im Prinzip müssen nur die Namen und die Anschrift der Mieter und des Wohnungsgebers sowie das Einzugsdatum vermerkt sein. Und natürlich muss der Woh- nungsgeber die Bescheinigung un- terschreiben. WAS KANN SONST NOCH SCHIEFGEHEN? Eine Anmeldung ist etwas so Alltäg- liches – da kann eigentlich nichts schiefgehen. Hin und wieder gibt’s allerdings den einen oder ande- ren ungewöhnlichen Irrtum: Etwa, wenn ausländische Mitbürger aus Verständnisschwierigkeiten ange- ben, sie seien ledig, obwohl sie ge- schieden sind. Spätestens wenn sie wieder heiraten wollen, wird dieses Missverständnis jedoch aufgedeckt. gibt, erläutert Gunther Knöll, Abteilungsleiter des Reutlinger Bürgeramtes. Foto: Allmeritter Foto: Allmeritter

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