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Welcome Magazin 2016

Welcome! 41 FREIE ZEIT Erste Schritte können Angst einflö- ßen.Vor einem liegt die Steilwand, die es zu erklimmen gilt. Das gleiche gilt für den Jobwechsel. Neues Land, neue Stadt oder neuer Job lassen einen manchmal klein aussehen. Wer hoch hinaus will, muss mal was wa- gen. Am besten mit einem Schritt vor dem nächsten: So gesehen im Klet- terzentrum Reutlingen. „Klettern macht Spaß, es ist gut für die Körperspannung und für den Rücken“, sagt Gisela Haas. Seit über zehn Jahren betreibt die 57-Jähri- ge den Freizeitsport. Ins Reutlinger Kletterzentrum kommt die Tübin- gerin regelmäßig ein- bis zweimal pro Woche. Für sie ist das der ideale Ausgleichssport: „Der Kopf wird frei, weil man an nichts anderes denkt. Und Mut braucht man immer, auf jeder Route.“ HOBBYKLETTERER UND PROFIS Das im Sommer 2010 eröffnete Klet- terzentrum des Deutschen Alpen- vereins Sektion Reutlingen lockt pro Jahr zwischen 40.000 und 50.000 Freizeit- und Leistungssportler an. Der Indoor-Bereich verfügt über 1.900 Quadratmeter Kletterfläche sowie einen Boulder-Raum mit rund 150 Quadratmetern Kletterfläche. An der Außenfassade gibt es weitere 200 Quadratmeter zum Erklimmen. SENKRECHTE WÄNDE Hoch hinaus geht es auf bunten Stei- nen – unterschiedlich geformte Grif- fe aus Polyurethan. Die Farben der Griffe markieren Routen verschie- dener Schwierigkeitsstufen. Eine geneigte Wand und senkrechte, bis zu 17 Meter hohe Wände bieten He- rausforderungen für Anfänger und Profikletterer. KLETTERN IM TEAM Wer im Kletterzentrum die Wände hochkraxeln möchte, muss einen Grundkurs absolvieren. „Die Kurse werden wöchentlich angeboten und vermitteln Grundtechniken sowie das richtige Sichern“, erklärt Stephan Danco, der Betreiber des Kletterzentrums. Geklettert wird grundsätzlich im Zweierteam, wäh- rend ein Partner in die Höhe steigt, steht der andere am Boden und hält das Sicherungsseil. „Der Kletternde muss sich auf den Sichernden abso- lut verlassen können“, betont Danco. Klettern ist also auch eine vertrau- ensbildende Maßnahme und fördert soziale Kompetenz sowie Teamfä- higkeit. INKLUSIONSGRUPPE Das Reutlinger Kletterzentrum in der Rommelsbacher Straße 65 kann für Firmenevents oder für Kin- dergeburtstage gebucht werden. Seit viereinhalb Jahren gibt es eine erlebnispädagogische Inklusions- gruppe, bei der auch Menschen mit Behinderung klettern können. „Hier geht es darum, Ängste zu überwin- den und den eigenen Körper zu er- fahren – es braucht Zeit, bis man souverän an der Wand unterwegs ist“, erklären Mario Wannenmacher und Marina Silberzahn vom DAV, die die Inklusionsgruppe leiten. Außer- dem kommen pro Monat rund 1.000 Reutlinger Schüler im Rahmen von Kooperationsprojekten ins Kletter- zentrum. Regelmäßig finden in der Halle auch Wettkämpfe statt. ANGST VERFLIEGT SCHNELL Nach den ersten Schritten und Grif- fen ist die Angst an der Wand schnell verflogen. Wer sich überwunden hat und ganz oben angekommen ist, hat es geschafft und kann zu Recht stolz auf sich sein. / www.kletterzentrum-reutlingen.de

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