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Welcome Magazin 2016

Welcome! 78 FREIE ZEIT D iese reizenden Verse sollen von ei- nem Johannes Jakob aus Suppingen auf der Schwäbischen Alb stammen. Zweifellos beschreiben sie auf un- nachahmliche Weise das schwäbische Natio- nalgetränk. Immerhin wird es seit dem frühen Mittelalter zu den Mahlzeiten genossen. Klar bis goldgelb die Farbe, ein Hauch von Obst und fünf bis sechs Prozent Alkohol. Dieses Vergnügen soll- te man sich nicht entgehen lassen. STREUOBSTPARADIES Freilich schmeckt auch Apfelsaft aus dem „Schwä- bischen Streuobstparadies“ vorzüglich. Bei der Hechinger Mosterei Wetzel macht die Apfelsaft- produktion sogar 80 Prozent aus. Doch nicht nur unterm Hohenzollern hat der Streuobstanbau wieder deutlich an Bedeutung gewonnen, seit sich sechs Landkreise zum „Schwäbischen Streuobst- paradies“ zusammengeschlossen haben. Das Gebiet liegt zwischen Neckar und Schwäbischer Alb liegt und reicht von Göppingen über Böblin- gen, Esslingen, Reutlingen, Tübingen bis in den Zollernalbkreis hinein. Mit 26.000 Hektar und gezählten 1,5 Millionen Obstbäumen gilt es als eine der größten zusammenhän- genden Streuobstlandschaften in Europa: Ein Blütenmeer im Früh- ling, Kirschen im Sommer, Äpfel, Birnen und Zwetschgen im Herbst. In Hunderten von Jahren wurde diese Kulturlandschaft entwickelt. Ein Vitaminlieferant für die Bevöl- kerung, Lebensraum für weit über 5.000 Tiere und Pflanzen, Naherho- lungsgebiet obendrein, aber eben auch Ressource für Mostereien und Brennereien. BEIM PRESSEN MIT DABEI Als eine von 130 Mostereien im „Pa- radies“ und repräsentativ für das Gewerbe, verarbeitet die Obstmanu- faktur Mosterei Wetzel in Hechingen die Obsternten von den heimischen Streuobstwiesen. Freilich verstehen sich Jürgen und Simone Wetzel bei aller Tradition auch als Pioniere. Je- der Kunde bekommt nicht nur den Saft seiner eigenen Äpfel. Er ist beim VOM APFEL ZUM SAFT Ein guter Most heilt jeden Schmerz/ er ist des Schwaben Perle. Der Wein erfreut des Menschen Herz, / d'r Most da ganza Kerle.

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